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Erfolgreiche Bayerische Meisterschaft in Bergen

Am letzten März Wochenende fand in Bergen im Chiemgau die Bayerische Ju-Jutsu Meisterschaft statt. Die Ju-Jutsu Abteilung des TSV Nördlingen reiste hier mit insgesamt 12 Athleten und Athletinnen an und zählte damit zu einer der größten Mannschaften im Starterfeld von über 200 Athleten. In der Vereinswertung belegte der TSV Nördlingen mit vier Goldmedaillen, vier Silbermedaillen und 3 Bronzemedaillen den 5. Platz.

 

Am Samstag startete der Wettkampf für 11 der 12 Wettkämpfenden in der Fighting-Disziplin, welche sich aus drei Komponenten zusammensetzt. Der Schlagabtausch, ähnlich zum Karate, dann dem Wurfkampf, der aus dem Judo bekannt ist und dem Bodenkampf. Diese Komponenten gehen fließend ineinander über und erlauben so ein abwechslungsreiches Kampfgeschehen.

 

Bei den U14 Mädchen traten drei Nördlingerinnen an. Den Auftakt machte Magdalena Hager, die sich nach einer unglücklichen Niederlage im Auftaktkampf nochmal zurückkämpfen konnte. Beide Kämpfe konnte die Schülerin mit einem deutlichen Punktevorsprung, den sie sich durch ihre sauberen Schlagtechniken erarbeitet hat, für sich entscheiden. Somit ein wohlverdienter 2. Platz für Magdalena Hager.

 

Klara Koch und Svenja Schumann bestritten das Turnier in der gleichen Gewichtsklasse der U14 Mädchen bis 48kg. Svenja nutze ihre Wettkampferfahrung aus dem Vorjahr und lies ihrer ersten Kontrahentin vom SV Falkenfels keine Chance. Nach dem ersten Sieg traf sie dann auf ihre Vereinskollegin Klara. Beide lieferten sich ein hartes Duell, bei der sich die Freundinnen trotz allem nichts schenken. Klara lag bis kurz vor Schluss noch leicht in Führung, bevor Svenja in den letzten Sekunden des Kampfes noch eine Wurftechnik gelang und das Vereinsduell für sich entscheiden konnte. Svenja war die Goldmedaille somit sicher, während ihre Teamkameradin noch einen Kampf auszufechten hatte. In Klaras zweitem Kampf gegen die Kämpferin des SV Falkenfels wurde es nochmal richtig spannend. Nach Ablauf der regulären Kampfzeit von zwei Minuten waren beide Kämpferinnen Punktegleich. Somit ging es für die Kämpferinnen nach einer kurzen Verschnaufpause in die Verlängerung. Doch auch hier wollte keines der Mädchen klein beigeben und die Führung wechselte konstant bis die Punktetafel am Ende erneut Gleichstand anzeigte und es in die zweite Verlängerung ging. Klara drehte nun nochmal richtig auf und beendete den Kampf letztendlich mit einem Punktestand von 14:11. Mit dem hart erkämpften Sieg belegte sie somit den 2. Platz.

 

Ebenfalls in der U14, allerdings bei den Jungen, vertrat Niklas Slavik die Farben des TSV Nördlingen und erkämpfte sich den 1. Platz. Dieser lies keine Zweifel, dass sich sein engagiertes Training in den letzten Wochen ausgezahlt hatte und dominierte seine zwei Kontrahenten aus Burghausen und vom AJJC Nürnberg. Besonders im Part 1, dem Schlagabtausch konnte der junge Wettkämpfer viele Punkte für sich verbuchen.

Als nächstes wurde die Klasse der U18 weiblich bis 57kg ausgekämpft in der Lavinia Beck antrat. Im Best-of-Three Modell stand sie einer Burghauser Bundeskaderathletin gegenüber. Trotz verbissener Versuche musste sie sich der international erfahrenen Kontrahentin in den ersten zwei Duellen geschlagen geben und wurde somit Zweite.

 

Ebenfalls in der U18, aber bei den Jungs bis 77kg traten gleich zwei Nördlinger an: Maximilian Schumann und Julian Hager. Ab einer Anzahl von sechs Kämpfern werden, diese in Vorrunden-Gruppen aufgeteilt, den sogenannten Pools. Julian musste sich in seiner Gruppe, dem A-Pool, seinen zwei Gegnern aus Wallersdorf und aus Würzburg unterordnen. Zwar konnte er sich vor allem im Schlagabtausch wichtige Punkte erarbeiten, am Ende reichte es jedoch leider nicht für einen Sieg und Julian wurde 5. Im B-Pool lief es für seinen Vereinskollegen etwas besser. Maximilian konnte seinen ersten Kampf durch technische Überlegenheit vorzeitig für sich entscheiden. Im zweiten Duell unterlag er dann aufgrund einer kleinen Unaufmerksamkeit in Wurfkampf, der den weiteren Kampfverlauf definierte. Mit einem Sieg und einer Niederlage zog Maximilian dann aber dennoch in das Halbfinale ein, wo er auf den Erstplatzierten des A-Pools traf. Nach der dreiminütigen Kampfzeit stand es dann 13:6 gegen den Nördlinger und er wurde 3.

 

Aufgrund mangelnder Teilnehmer bei den Herren bis 69kg, wurden die zwei TSV Kämpfer Sascha Brennförderer und Marvin Pfaffl mit den Erwachsenen zusammengelegt. Auch hier im Pool-System gekämpft. Marvin Pfaffl qualifizierte sich im A-Pool mit einem souveränen Sieg durch technische Überlegenheit und einer Niederlage nach Punkten für das Halbfinale. Auch sein Vereinskollege Sascha Brennförderer gelang der Sprung mit einem vorzeitigen Sieg und einer äußerst knappen Niederlage ins Halbfinale. Hier traf Marvin auf den späteren Erstplatzierten und musste sich dem Nationalkaderathleten aus Würzburg nach Punkten geschlagen geben. Sascha traf in seinem Halbfinale auf einen erfahrenen Wettkämpfer aus Neugablonz. Der frühere Bundeskaderathlet konnte seine Wettkampferfahrung ausnutzen und ging als Sieger von der Matte. Somit landeten die beiden Nördlinger auf den 3. Podiumsplatz.

 

Anna Kerle dominierte ihre Klasse bei den Frauen deutlich und erkämpfte sich unangefochten die Goldmedaille. Beide Kontrahentinnen speiste sie mit einem klaren Sieg durch technische Überlegenheit vorzeitig ab. Den vorzeitigen Sieg, das sogenannte Full Ippon, erreichen Athleten dann, wenn in allen Parts, dem Schlagen, Werfen und Bodenkampf ein Ippon erzielt wird. Dieser wird für besonders saubere Techniken vergeben.

 

Den Abschluss am ersten Kampftag machte Tamara Eckmeier eine Gewichtsklasse darüber. Gekämpft wurde im Best-Of-Three Modell. Obwohl Tamara die erste Begegnung schon mit einem deutlichen Punktevorsprung für sich entscheiden konnte, legte sie im zweiten Duell trotzdem nochmal eine Schippe drauf. Den zweiten Kampf beendete sie vorzeitig, ebenfalls durch technische Überlegenheit, und stand somit ganz oben auf dem Podest.

 

Nach dem ersten, sehr erfolgreichen Kampftag für den TSV Nördlingen, ging am Sonntag ein letzter Kämpfer in der Bodenkampf-Disziplin Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) auch bekannt als Newaza an den Start. Lukas startete mit einer Niederlage in den Kampftag. Im zweiten Kampf konnte er den Kontrahenten mit einem Armhebel zur Aufgabe zwingen und den Kampf für sich entscheiden. Mit einem Sieg und einer Niederlage wurde er Bayersicher Vizemeister.

 

Die Bayerische Meisterschaft war ein voller Erfolg für die Nördlinger Ju-Jutsu Abteilung. Mit insgesamt 12 Startern und 11 Medaillen konnte der Verein eine äußerst positive Bilanz des Wettkampfs ziehen. Heim- und Landestrainer Christian Bold freut sich, dass sich das harte und engagierte Training seiner Schützlinge so positiv bezahlt gemacht hat.



 

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Veröffentlichung

Sa, 01. März 2025

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