Deutsche Schülermeisterschaft Chemnitz
Ende Mai fand in Chemnitz die Deutsche Schülermeisterschaft (kurz DSM) im Ju-Jutsu statt. Über 500 Athleten kämpften hier den drei Disziplinen Fighting, Duo und Ne Waza um die begehrten Medaillenplätze. Auch von Nördlingen reiste eine Delegation von sieben jungen Kämpfern und Kämpferinnen an, um in der Fighting Disziplin ihr Können unter Beweis zu stellen. Für die jungen Wettkämpfer stellt die Deutsche Schülermeisterschaft den Jahreshöhepunkt und somit auch erstmal den Saisonabschluss dar. Besonders für die vier U14 Athleten war die DSM das erste nationale Turnier.
Den Auftakt des Tages machte die Altersklasse U14. In ihrem ersten Kampf konnte Magdalena im Schlagabtausch durch schön ausgeführte Techniken punkten. Allerdings konnte die Nördlingerin der Gegnerin mit der längeren Reichweichte am Ende nicht standhalten und musste sich nach Punkten geschlagen geben. Auch in der zweiten Begegnung gegen eine Kämpferin aus dem Niedersächsischen Verband musste sich Magdalena unterordnen. Allerdings tat sie dies nicht ohne einen verbissenen Kampf. Punktetechnisch war das Duell lange ausgeglichen, bis die Kontrahentin die finalen Punkte holte und sich den vorzeitigen Sieg sicherte. Somit belegte Magdalena den 5. Platz.
Ebenfalls bei der U14, allerdings in einer anderen Gewichtsklasse, traten gleich zwei TSV Kämpferinnen an: Klara Koch und Svenja Schumann. Dank der großen Anzahl an Athletinnen trafen die zwei Schülerinnen nicht aufeinander. Klara musste mit einer Niederlage in den Wettkampftag starten. Zwar konnte sich Klara mit ihren Fausttechniken wichtige Punkte sichern, jedoch konnte sie der Gegnerin am Ende nicht standhalten und musste das Feld räumen. Im zweiten Duell traf sie auf eine Bayerische Kaderkollegin. Klara konnte mehre Würfe Ansetzen und auch im Schlagabtausch punkten. Nach Ablauf der Kampfzeit musste sich Klara nach Punkten geschlagen geben und wurde 9.
Teamkollegin Svenja Schumann startete mit einem Freilos in das Turnier und war somit gleich eine Runde weiter. Hier traf sie dann auf eine Kämpferin aus Niedersachsen. Svenja brauchte kurz, um in den Kampf zu finden und setzte dann die Kontrahentin unter Druck. Im Schlagabtausch und im Bodenkampf konnte sie sich wichtige Punkte erkämpfen und auch im Wurfkampf brachte sie ein paar Ansätze durch. Am Ende reichte es leider nicht und sie unterlag knapp mit einer Differenz von zwei Punkten. Auch Svenja traf in ihrem zweiten Kampf auf dieselbe Teamkollegin wie schon Klara vor ihr und auch Svenja musste sich am Ende unterordnen. Trotz sehr guter Schlagkombinationen reichte es am Ende nicht um das Duell für sich zu entscheiden. Somit 7. Platz für Svenja.
Ebenfalls bei der U14, aber bei den Jungen, sicherte sich Niklas Slavik die Goldmedaille. Der junge Kämpfer konnte nach der erfolgreichen Süddeutschen Meisterschaft an seine Erfolge anknüpfen und dominierte das Starterfeld. Mit seinem verbissenen und konsequenten Kampfstil ließ er seinem ersten Kontrahenten und bayerischen Teamkameraden keine Chance. Nach insgesamt fünf Ippons im Atemi-Bereich (Schlagabtausch) und drei Ippons im Bodenkampf, stand es schlussendlich 22:5 für den Nördlinger. Auch der Nordrhein-Westfälischen Gegner konnte dem Bayern nichts entgegenhalten. Mit Ippons in allen drei Part sicherte er sich vorzeitig den Sieg durch technische Überlegenheit.
In der U18 Jungen traten Julian Hager und Maximilian Schumann in derselben Gewichtsklasse an.
Für Julian startete der Wettkampftag unglücklicherweise mit einer Niederlage gegen den Hessischen Widersacher. Punktetechnisch war Julian zwar nah an seinem Kontrahenten, dennoch musste er sich schlussendlich vorzeitig geschlagen geben. In seinem zweiten Kampf merkte man dem Nördlinger Kämpfer an, dass er gesundheitlich etwas angeschlagen war. Im Schlagabtausch konnte er sich noch wichtige Punkte sichern, im weiteren Verlauf des Kampfes verließ ihn dann jedoch die Kraft und er unterlag dem Hamburgischen Gegner und wurde letztendlich 9.
Vereinskollege Maximilian Schumann konnte sich bis auf das Podium und zur Silbermedaille vorkämpfen. Der Schüler marschierte ungebremst durch seine ersten zwei Begegnungen. Mit zwei vorzeitigen Siegen durch technische Überlegenheit entschied er beide Kämpfe für sich und stand somit im Viertelfinale. Hier traf er auf einen bayerischen Kaderkollegen, mit dem er sich ein spannendes Duell lieferte. Zehn Sekunden vor Ablauf der Kampfzeit waren beide Kämpfer noch punktgleich. Im finalen Schlagabtausch konnte sich Max die entscheidenden Punkte sichern und ging als Sieger von der Matte. Im Finale blieb es weiter spannend und technisch hochwertig. Beide Kämpfer schenkten sich nichts und am Ende stand es 12:12. In der Unterbewertung, bei der die Anzahl der Ippons in den unterschiedlichen Bereichen gewertet werden, konnte der Kontrahent mehr Variabilität aufweisen und Max wurde Deutscher Vizemeister.
Den Abschluss des Wettkampftages machte Lavinia Beck bei den U18 Mädchen. In einem harten, ersten Kampf, bei dem Lavinia lange die Führung inne hatte konnte sie vor allem durch ihre Schlagtechniken Punkten. Unglücklicherweise konnte die Gegnerin in den unterschiedlichen Parts je einen Ippon holen und gewann somit vorzeitig. Im darauffolgenden Kampf lies sich Lavinia nicht bremsen. Punkt für Punkt erarbeitete sie sich einen enormen Vorsprung und nach Abschluss der Kampfzeit stand es auf der Punktetafel 36:10 für die Nördlingerin. Den Abschluss machte eine Kämpferin aus Hamburg, die der TSV Kämpferin körperlich überlegen war und den Kampf für sich entscheiden konnte. Mit einem Sieg und zwei Niederlagen verpasste Lavinia knapp das Treppchen und wurde 5.
Für die jungen Wettkämpfer beginnt nun die Sommerpause, während es für die Kämpfer und Kämpferinnen der höheren Gewichtsklasse am Wochenende vom 21. Juni zur Deutschen Meisterschaft nach Norderstedt geht.
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