DEUTSCHE MEISTERSCHAFT
Am Wochenende wurden in Norderstedt bei Hamburg die Deutschen Meisterschaften im Ju-Jutsu ausgetragen. Über 200 Athleten kämpften um die begehrten Podestplätze. Auch drei Ju-Jutsuka des TSV Nördlingen gingen hier an den Start.
Tamara Eckmeier trat bei den Frauen +70kg an und konnte sich hier gegenüber der anderen fünf Athletinnen beweisen. Gekämpft wurde in einem Doppel-Pool System, bei dem zwei Gruppen mit je drei Frauen ausgekämpft werden und die ersten Zwei eines jeden Pools im Halbfinale aufeinandertreffen. Ihre zwei Vorrundenkämpfe gegen Gegnerinnen aus Hamburg und der Reihnland Pfalz gewann Tamara klar nach Punkten. Besonders im Schlagabtausch, dem Part 1, konnte die Nördlingerin überzeugen. Durch gut platzierte Techniken und einer guten Abwehr gegnerischer Angriffe baute sich hier ein komfortables Punktepolster auf. Als Siegerin der Vorrunde traf Tamara dann auf die Zweitplatzierte der anderen Kampfgruppe. Hier stand sie der Landeskaderkollegin und Bundeskaderathletin Viola Fritsche gegenüber. Doch auch hier lies sich Tamara nicht einschüchtern und übernahm von Beginn an die Führung. Es folgte ein hartes Duell, bei dem Tamara im Schlagabtausch einen Punktevorsprung aufbaute, den Fritsche im Wurfkampf wieder gutmachen konnte. Bis drei Sekunden vor Schluss waren beide Kämpferinnen noch punktgleich, bis der Nördlingerin eine Sekunde der Unachtsamkeit zum Verhängnis wurde und der Kontrahentin noch eine Festhaltetechnik gelang, die zum Sieg der Gegnerin führte. Für Tamara wurde es somit ein äußerst verdienter und hart erkämpfter 3. Platz.
Eine Gewichtsklasse darunter versuchte Jana Schindler ihr Glück bei den Fighting Frauen. Bei fünf Athletinnen in der Gewichsklasse wurde Jeder-gegen-Jeden gekämpft. Die Klasse war stark besetzt und verlangte Jana Alles ab, da die Nördlingerin nicht richtig in den Tag fand und somit die Wettkampfbedingungen nicht ideal waren. Zwar kämpfte die Studentin verbissen um ihre Punkte, musste sich aber allen Kontrahentinnen unterordnen und wurde 5.
Auch bei Sascha Brennförder, der bei den U21 Männern -69kg, antrat, war an dem Tag sprichwörtlich der Wurm drin. Auch diese Klasse wurde im Doppel-Pool-System ausgekämpft. Im ersten Duell unterlag er dem Kontrahenten nach einem punktetechnisch ausgeglichenen Kampf. Dieser brachte eine Wurftechnik und eine Festhaltetechnik durch und konnte den Kampf somit vorzeitig für sich entscheiden. Im zweiten Match wurde er nach einer unglücklichen Technik vom Kampfgericht disqualifiziert, da der gegnerische Kämpfer nach Ablauf der Verletzungszeit nicht in der Lage war den Kampf weiter zu bestreiten. Somit schied Sascha nach der Vorrunde aus und wurde Fünfter.
Für gute Stimmung sorgte am Ende des Tages der 1. Platz des Bayerischen Landeskaders im Hinblick auf den Medaillenspiegel. Mit 22 Medaillen, zu denen das Nördlinger Team ebenfalls eine beisteuern konnte, führte Team Bayern die Länderwertung an. Landes- und Heimtrainer Christian Bold ist stolz auf die Entwicklung seiner Schützlinge, die sich in den letzten Jahren technisch und persönlich stark weiterentwickelt haben.
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DEUTSCHE MEISTERSCHAFT (SA, 21. Juni 2025)






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